Back to Top

Nikolai Lagoida

 

Biografie

Nikolai Lagoida ist 1966 in Frunse in der damaligen UdSSR geboren.

1985 schloss er sein Studium an der Kunsthochschule in Krasnodar ab.

Bis 1995 hatte er zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in seiner russischen Heimat.

Seit 1995 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Ochsenfurt.

Inzwischen kann er auf eine lange Reihe von Ausstellungen in Deutschland zurückblicken: Von Würzburg bis München und von Köln bis zum Bodensee!

Aber auch im Ausland konnte er sich inzwischen einen Namen machen: in Italien, Frankreich, Luxemburg und Holland und immer wieder in seiner russischen Heimat.

Die Bilder von Nikolai Lagoida befinden sich in den Städtischen Galerien und Museen in Russland und sind in Privatsammlungen in Deutschland, in den USA, in Israel, Russland, Kanada und Frankreich.

 

 

 

Ausstellungen ( in Auswahl)

 

1990-1995 Zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Russland

1997 Galerie „Sommerhäuser Impressionen“, Sommerhausen

1998 Gemeinschaftsausstellung „Ostwind“ in der Galerie „Kunststück“ Würzburg

1999 „Atelier Moering“, Wiesbaden

2000 Deutsche Bank, Wiesbaden

2001 Galerie „Kontraste“ Erwitte- Horn

2002 Galerie „Rhön Juwel “am Kreuzberg, Bischofsheim

2003 Gemeinschaftsausstellung „Ostwind II“ in der Galerie Kunststück Würzburg. Galerie „Goerz“, Luxemburg

2004 Teilnahme am 1. Internationalen Heelweg Kunstbrücke Symposium in Erwitte-Horn,

Galerie „Ruf“, München, „Galerie 26“, Würzburg

2005 Teilnahme am Internationalen Symposium in St.Petersburg, Galerie „Steklo“ St.Petersburg-Russland

2005 Teilnahme am Internationalen Künstlersymposium „Segni 05“ Torino-Italien

2006 Galerie „Schafferer“, Innsbruck, Österreich, Galerie „Kunsthaus Oggersheim“, Ludwigshafen,

Galerie „Zarifa Art“, Köln, Galerie „Rachmaninov“, St. Petersburg-Russland

2007 „Inter Art“ Galerie Reich, Köln, Hegau Bodensee-Galerie, Singen, Galerie „Princesse de Kiev“,Nice - France

2008 Galerie „Ruf“, München, „Hegau Bodesee-Galerie“, Singen, Galerie Wilhelm Hackner, Iphofen.

Inter Art Galerie Reich, Köln, Galerie „Kontraste”, Erwitte- Horn.

2009 Hegau Bodesee-Galerie, Singen. Inter Art Galerie Reich, Köln, OPEN ART FAIR 2009, Utrecht - Holland,

Seit 2009 Teilnahme an den Jahresausstellungen der Münchener Künstlergenossenschaft

Kgl. Priv. 1868 im Haus der Kunst, München

Seit 2009 Vertreten in der Galerie Elisabeth Hirnickel, Euerdorf bei Bad Kissingen

2010 Kunstmesse PRIMAVERA 2010 Rotterdam- Holland, Hegau Bodesee-Galerie, Singen

2011 Kunstmesse PRIMAVERA 2011 Rotterdam- Holland, Inter Art Galerie Reich, Köln

2012 Inter Art Galerie Reich, Köln, Hegau Bodesee-Galerie, Singen.

2013 Hegau Bodesee-Galerie, Singen,

2014 Galerie „Liebau“, Burghaun

2015 Hegau Bodesee-Galerie, Singen,

2016 WETTBEWERBSAUSSTELLUNG „HÜNFELD +100“, MUSEUM MODERN ART Hünfeld

Gewinner des Publikumspreises

Kunst und Geschichte Museum, Kineschma-Russland. Damit begint eine Reihe Einzelausstelungen

in Museums Mittelrussland 2016-2017.

Galerie beim Roten Turm, Sommerhausen

Ausstellung nominierten Teilnehmer zum Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten 2016

66. Bayreuther Kunstausstellung 2016

Galerie „Liebau“, Burghaun

2017 SONDERAUSSTELLUNG „Gewinner des Publikumspreises“, MUSEUM MODERN ART Hünfeld

Jahresausstellungen der Münchener Künstlergenossenschaft Kgl. Priv. 1868

Ägyptischer Museum, München







Nikolai Lagoida ist 1966 in Frunse in der damaligen UdSSR geboren.

1985 schloss er sein Studium an der Kunsthochschule in Krasnodar ab.

Bis 1995 hatte er zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Russland.

Seit 1995 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Ochsenfurt.

Inzwischen kann er auf eine lange Reihe von Ausstellungen in Deutschland zurückblicken: Von Würzburg bis München und von Köln bis zum Bodensee!

Aber auch im Ausland konnte er sich inzwischen einen Namen machen: in Italien, Frankreich, Luxemburg und Holland und immer wieder in seiner russischen Heimat.

Die Bilder von Nikolai Lagoida befinden sich in den Städtischen Galerien und Museen in Russland und sind in Privatsammlungen in Deutschland, in den USA, in Israel, Russland, Kanada und Frankreich.

 

 

Als Maler ist Nikolai Lagoida ein Generalist, er beherrschst alle Techniken, weil er sie von der Pike auf gelernt hat. Seine besondere Spezialität ist die Bemalung von Räumen, je größer, desto lieber. Hier kann er durch perspektivische Darstellung optische Illusionen erzeugen, die aus kleinen große und aus niedrigen, hohe und weite Räume zaubern.

Die klassische, russische Kunstausbildung klingt auch in seinen Tafelbildern nach. 

Seine Gestaltungsweise ist altmeisterlich – er baut die Gemälde aus mehreren Schichten aus der Tiefe auf, was den Farben eine besondere Leuchtkraft und Beständigkeit verleiht.

 

 Menschenbilder

Nikolai Lagoida ist ein großer Menschendarsteller.

Was ist der Mensch - diese Frage treibt ihn um und er versucht immer wieder mit Bildern Antworten zu formulieren - mit realistischen, visionären und poetischen Bilderfindungen. Sie sind Widerspiegelung seiner individuellen Wahrnehmung und Weltsicht.

War seine Formensprache früher vom Surrealismus inspiriert, so ist sie nun schon seit mehreren Jahren von einem luziden und intellektuellen Realismus geprägt. Seine Bilder strahlen mit ihrem besonderen Licht gleichzeitig Empfindsamkeit und Kraft aus. Er entwirft Bildwelten, die die Wirklichkeit enigmatisch verfremden und Szenarien, die mit der Widerspiegelung kühler Schönheit und mit dem genauen Blick des empathischen Beobachters Geschichten vom modernen Leben erzählen. 

Es ist faszinierend wie es Nikolai Lagoida gelingt das Leben moderner Paare oder junger Frauen – sei es in ihren Wohnungen, in Cafés, Geschäften oder Fußgängerzonen – ganz lebendig und realistisch zu erfassen. Mit großer Beobachtungsgabe und mit Liebe zum Detail zeigt er seine Protagonisten, die selten starke Gefühlsregungen zeigen. Meist herrscht eine ruhige, fast melancholische Stimmung; sie scheinen die Dinge so zu nehmen wie sie sind, ohne sich viel Gedanken darüber zu machen und gehen fast traumwandlerisch sicher aber oft auch einsam durch ihren Alltag und durch ihr Leben. Und doch ist da wieder diese eigenartige, lagoidsche Magie, dieses besondere Spiel mit Licht und Schatten, dieser unerklärliche Zauber, der jede Person zu etwas besonderem und jede Situation unvergesslich macht.

Es ist faszinierend wie es Nikolai Lagoida gelingt das Leben moderner Paare oder junger Frauen – sei es in ihren Wohnungen, in Cafés, Geschäften oder Fußgängerzonen – ganz lebendig und realistisch zu erfassen. Mit großer Beobachtungsgabe und mit Liebe zum Detail zeigt er seine Protagonisten, die selten starke Gefühlsregungen zeigen. Meist herrscht eine ruhige, fast melancholische Stimmung; sie scheinen die Dinge so zu nehmen wie sie sind, ohne sich viel Gedanken darüber zu machen und gehen fast traumwandlerisch sicher aber oft auch einsam durch ihren Alltag und durch ihr Leben. Und doch ist da wieder diese eigenartige, lagoidsche Magie, dieses besondere Spiel mit Licht und Schatten, dieser unerklärliche Zauber, der jede Person zu etwas besonderem und jede Situation unvergesslich macht.

 

Landschaftsgemälde

 

Nikolai Lagoidas Landschaftsgemälde zeigen, dass er schon viele Regionen der Welt kennengelernt hat und sie in charakteristischen Gemälden festhält.

Franken, das er besonders intensiv bereist und erwandert hat, übt eine besondere Faszination auf ihn aus.

Seine Wahlheimat Unterfranken, das vollständig vom Main durchflossen wird, ist natürlich sein Hauptthema.

Die stille Magie, die bei seinen Menschenbildern fasziniert, verleiht Nikolai Lagoida oft auch seinen Landschaften und Städtebildern.

Annäherungen an Landschaft - das umschließt für Nikolai Lagoida unberührte Natur genauso wie von Menschen veränderte Gebiete sowie Stadt - und Dorflandschaften.

 

Sein Blick auf Natur und Landschaft ist frisch und zeitgenössisch, erlaubt sich aber auch Inspirationen von romantischen und impressionistischen Landschaftsbildern.

Durch alle Jahreszeiten hat er sein Thema variiert, hat unterschiedliche Witterung festgehalten, Landschaft und Himmel zu jeder Tageszeit gemalt. Felder, Hügel, Wälder, Gewässer und Orte werden zu Einheiten zusammengefasst und darüber wölbt sich der Himmel, manchmal ein weiter Raum, bisweilen lässt ein hoher Horizont nur einen schmalen Streifen sehen, oft wird der Himmel von Bäumen oder Gebäuden verstellt und gelegentlich zeigt er sich nur als Spiegelung in Seen oder Flüssen.

 

Es ist der Wechsel des Lichts, der den Künstler immer wieder fasziniert: Licht, wie es ein strahlender Frühlingstag malt, wie es im Nebel versickert und immer wieder das sanfte Licht des Herbstes.

Er ist noch einer von denen, die draußen bei Sonne, Wind und Wetter, Momentaufnahmen von Natur auf's Papier bringen.

Mit der Farbe lässt Nikolai Lagoida seine Seele einfließen, verbindet sie mit der Stimmung von Landschaft und Witterung,  arbeitet oft sehr genau und detailliert, manchmal verteilt er aber die Farbe nass in nass mit leichter Hand, Ocker, Braun und Grün, dann ein paar kräftige, leuchtende Tupfer und schließlich dunkle Schattenakzente, die alles ins Lot bringen und ins rechte Licht rücken. Es ist eine Freude diese Landschaften anzuschauen und immer wieder neue Details zu entdecken.

 

Ein Aspekt der Natur ist seit Jahren in Nikolai Lagoidas Arbeiten zu einem wichtigen Thema geworden – das Wasser. Er lässt sich von den vielfältigen Erscheinungsformen des Wassers faszinieren, vom Himmel mit seinen wechselnden Farben und seinem Wolkentheater, der sich im Wasser genauso wie die Landschaft spiegelt. Und es bewirkt etwas Besonderes – es stellt die sich spiegelnde Welt auf den Kopf und wenn der Wind über das Wasser weht, geraten diese Spiegelbilder in Bewegung und entwerfen die Landschaft neu.

Kleine Uferabschnitte und Einblicke direkt am Main variiert Nikolai Lagoida immer wieder.

Manchmal zoomt er uns aber nahe an das Gewässer, so wie bei seinen Spiegelungen I-IV. Bei der Nummer II steigt über schimmerndem Wasser Dunst auf, bringt den schmalen Uferstreifen mit dicht belaubten sommerlichen Bäumen zum Schweben, während die beeindruckende Größe der Bäume erst in der Spiegelung zu erkennen ist, ein streifig bewegtes Abbild durch die leichten Wellen des Mains.

 

Sein großes Seerosenbild zeigt nur noch eine in Grau – und Blautönen schimmernde Wasseroberfläche, ein Spiel aus Wellen, Lichtreflexen und Schattenzonen. Es ist eine Komposition, die als abstrakt gelten könnte, erinnerten uns nicht einige Seerosenblätter daran, dass wir auf Wasser blicken – ein Naturbild, das mit seiner meditativen Ausstrahlung fasziniert.

Ähnlich ist es bei Spiegelung IV, ein Diptychon, das nicht die herbstlichen Bäume selbst zeigt, sondern ihr bewegtes und verfremdetes Spiegelbild im Fluss. Nur ein schmaler realistisch gemalter Uferstreifen verhindert auch hier den Eindruck eines abstrakten Bildes. So gering ist manchmal der Abstand zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit!

 

 

Auch Stadtlandschaften erfasst der Künstler mit großer Lebendigkeit. Immer wieder Ochsenfurt, wo er lebt und arbeitet, Marktbreit, Sommerhausen, Würzburg, Nürnberg und viele andere.

Ochsenfurt erleben wir in kleinen Winkeln und Einblicken oder aus der Vogelperspekive: einmal im Herbst und dann als „Winteridylle“.

Der pittoreske Ort, bekränzt von herbstlich leuchtenden Bäumen, sieht aus, als hätte man ihn aus einer alten Spielzeugkiste aufgebaut, so verzaubert und friedlich liegt er da. Schneebedeckt und geprägt von Hell-Dunkel-Kontrasten verwandelt er sich in ein grafisch-rhythmisches Muster.

Nikolai Lagoida verleiht seinen Städtebildern und Landschaften eine zeitgenössische Haltung und eine Magie, die fern jedes touristischen Blicks ist.

 

Pferde

 

Seit einigen Jahren hat Nikolai Lagoida ein neues und großartiges Kapitel seiner Malerei aufgeschlagen: Bilder von Pferden und Pferdesport.

Die Eleganz dieser scheuen Tiere, ihre Kraft und Geschwindigkeit faszinieren Nikolai Lagoida. Es ist das Zusammenspiel von Mensch und Tier im Reitsport, das es ermöglicht, dass Pferd und Reiter Höchstleistungen erbringen. Sie verschmelzen im Kampf zu einer Einheit aus Konzentration und Anstrengung, aus Befehl und Gehorsam, im unbedingten Willen zum Sieg bis zur völligen Erschöpfung.

All das macht Nikolai Lagoida in seinen Gemälden sichtbar. Meist wählt er ein breites Querformat, was der Bewegung Raum gibt und Platz für mehrere Pferde und Reiter bietet. Damit kann er ein weiteres wesentliches Element dieses Sportes, den Konkurrenzkampf untereinander, deutlich machen.

Die Jockeys stehen im Sattel, Anstrengung und Konzentration zeigen sich in der angespannten Haltung und im maskenhaften Gesichtsausdruck. Die Pferde bestehen nur noch aus Muskelsträngen und aus rhythmischer Beinarbeit, bisweilen berührt kein Huf den Boden, es ist als flögen sie über die Bahn.

Der Hintergrund verschwimmt zu schemenhaften Landschaftselementen, wenn die Pferde in gestrecktem Galopp mit wehenden Schweifen vorüberrasen.

Jedem Pferdefreund und Reitsportbegeistertem müsste das Herz aufgehen, wenn er diese realistischen, vor Anspannung vibrierenden Szenen sieht! Wenn er beobachtet, wie lebendig Pferd und Reiter erfasst sind und wie durch Licht und Schatten ihre Bewegungen betont werden.

Es gibt aber auch stille Darstellungen, die zeigen wie sich Pferd und Reiter vor dem Turnier sammeln , wie sie in den Pausen entspannen, wie die Reiter mit Besuchern plaudern und wie der Sieger, fast noch benommen, vom Platz reitet.

Die Farben dieser Gemälde vom Reitsport, die meist heftigste Bewegung in landschaftlicher Umgebung zeigen, sind fast immer gedämpft. Braun-, Ocker- und Grautöne herrschen vor. Selten gibt es einen blauen Himmel oder saftiges Naturgrün, alle Farb – und Formkonzentration ist auf die Einheit Pferd und Reiter gerichtet. Da darf dann auch einmal das Weiß der Trikots in der Sonne aufleuchten, oder Rot, Blau und Gelb heitere Kontrapunkte zu der angespannten Atmosphäre setzen.

Bei dem Gemälde „Rennen“ von 2014 hat Nikolai Lagoida sogar ganz auf Buntfarben verzichtet und mit Grautönen die alte Kunstform der Grisaille aufgegriffen. Damit mildert kein Farbreflex die Anspannung - alle Aufmerksamkeit konzentriert sich auf die Bewegung der in den Bildraum rasenden Pferde, auf den Kampf und den Willen zum Sieg.

 

Nikolai Lagoida ist befähigt sich mit jeder Thematik gestalterisch auseinanderzusetzen. Damit reiht er sich in die Riege der großen Maler der klassischen Moderne wie Edgar Degas oder Max Liebermann ein. Es geht ihm grundsätzlich nie um reine Abbildung – alle seine Werke demonstrieren die Vielschichtigkeit der menschlichen Existenz und deren Beständigkeit im Wandel der Welt und im Wandel der Wahrnehmung.

 

 

Copyright: Liane Thau M.A.

                  Kunsthistorikerin

                  kunstkraempel@web.de